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​Meine Geschichte   

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Aufgewachsen bin ich in der Schweiz, in einem schönen kleinen Dorf inmitten von Bergen, Wäldern und Bauernhöfen.

Schon von klein auf faszinierten mich Maschinen und Technik. Mit reichlich Fantasie und Kreativität, konnte ich mich stundenlang mit Lego und Spielzeugtraktoren beschäftigen, und ich liebte es, den Bauern und Maschinen bei der Feldarbeit zuzuschauen. 

 

Mein Kinderfrieden wurde das erste Mal so richtig getrübt, als ich in die Schule musste. Das Lernen fiel mir nicht allzu schwer, womit ich aber immer mehr zu kämpfen hatte, war das Zwischenmenschliche mit anderen Schülern. Ich schaffte es nie auf die Beliebtheitsliste, und als schüchterner Schwächling mit langen, blonden Engelshaaren, war ich schon früh eines der Hauptziele für diejenigen, welche Spass am Mobbing fanden. Ich vermochte es nicht, mich zu verteidigen, machte die Dinge meist nur schlimmer, und das Gelächter vieler Schüler auf mir zu haben, war keine Seltenheit. 

 

So sehnte ich mich oft nach dem Erklingen der Schulglocke, denn zu Hause war ich immerhin sicher vor meinen Antagonisten. Frieden war jedoch auch keine Normalität in unserem Haushalt, und meine Eltern liessen sich scheiden, als ich im Teenageralter war.

 

Einen friedlichen Ort, weg vom Trubel von Schule und Zuhause, fand ich Gott sei Dank bei meinem Onkel. Schon ab dem Alter von etwa zehn Jahren, half ich in meiner Freizeit immer häufiger auf seinem Bauernhof bei der Arbeit, und der Ort wurde immer mehr zu meinem zweiten Zuhause. Von meinem Onkel lernte ich sehr viel und aus den Arbeiten mit ihm und seinem Sohn, wuchs mein bestehendes Interesse an Landmaschinen immer mehr. Ich beschloss schlussendlich, eine Ausbildung als Mechaniker zu starten, als ich sechzehn Jahre alt war. 

 

Die Ausbildung war wie ein Neuanfang, zumindest was die Berufsschule anbelangte, welche ich einmal pro Woche besuchte. Das schwierige Arbeitsumfeld in meinem Ausbildungsbetrieb, welcher auf Konkurs zusteuerte, war hingegen eine erneute Zerreissprobe, und ein schwaches Selbstbewusstsein zu haben, hiess auch hier nichts Gutes.​​​

Mein Leben machte mir zu schaffen und ich fiel trotz Lichtblicken immer tiefer in ein Loch. Depression war schon für einige Jahre Teil meines Lebens. Von aussen sah man mir nicht viel an, innerlich jedoch war ich dem Zusammenbruch oft nicht weit entfernt.

 

Auf Depression, folgten Suizidgedanken, die immer stärker wurden. Es kam der Tag, an dem ich keinen anderen Ausweg mehr sah und fest entschlossen war, mein Leben zu beenden. Ich wollte den Schmerzen und der Sinnlosigkeit ein Ende machen. Völlig abgestumpft plante ich so eines Nachmittags mein Lebensende. Ich kreiste stundenlang in dunklen Gedanken und sah mich auf einmal selbst, wie ich da in meiner Zimmerecke sass. Ich dachte mir dabei: Wie tief muss jemand sinken, damit er sein Leben selbst beenden will? Es war, als ob ich erst jetzt realisierte, wohin ich mich bewegte. Auf diesen Gedanken folgte dann wie ein Funke die Frage, ob ich mir wirklich sicher bin, dass es keine Hoffnung mehr gibt. Meine Suizidüberzeugung begann dann auf einmal zu bröckeln und ich bekam neuen Mut, der Hoffnungsfrage wieder auf den Grund zu gehen.

 

Das Internet war dabei, mein bester Freund. Schon früher, verbrachte ich unzählige Tage damit, die Suchfunktionen mit Fragen zu durchlöchern, in der Hoffnung, Hilfe zu finden. Es war ein ständiges Auf und Ab. Immer wieder fand ich Hoffnung in einem neuen Ansatz, doch nie von anhaltender Dauer. 

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An einem Tag wie diesem wurden mir Videos von Nahtoderfahrungen vorgeschlagen. Die Berichte faszinierten mich, auch wenn ich das Ganze mit einer guten Dosis Skepsis betrachtete. Gibt es wirklich mehr als dieses Leben?

 

Viele berichteten, dass sie, als sie klinisch tot waren, Jesus im Himmel begegneten. 

Ich fand immer mehr Berichte von Menschen, die aussagten, dass Jesus ihnen eine neue Lebenschance gegeben habe und sie dann schlussendlich aus dem teilweise stundenlangen Tod wieder zum Leben aufgewacht sind. Über Wochen, hatte ich dutzende solcher Videos angeschaut und meine Skepsis wich langsam dem Gedanken, dass etwas dran sein muss. Hier wollte keiner Geld mit seiner Geschichte machen und sein «So bekommst du dein Leben in den Griff»-Buch verkaufen. Alle verwiesen auf Jesus und die Bibel.

 

Ich lernte, dass wir, wenn wir von unserem sündhaften Leben umkehren und an Jesus glauben, eine Beziehung mit dem lebendigen Gott haben dürfen, Vergebung und Heilung erfahren können und dass es eine Ewigkeit gibt. Eine Ewigkeit ohne Schmerzen und ohne Leid. Ich wollte diese Hoffnung auch haben, und so betete ich auf meinen Knien zu Gott, dass er mir meine Sünden vergibt und mir ein neues Leben schenkt. Mir tat es leid, wie ich ohne ihn lebte und wie auch ich das Ziel verfehlt hatte.

 

Von da an begann sich mein Leben Stück für Stück zu ändern. Ich begann in der Bibel zu lesen und erfuhr, wie Gottes Wort Leben verändert. Immer wieder sah ich, wie Gott in mir und um mich herum wirkt und wie er heute noch spricht.

Meine Panikattacken und Suizidgedanken verschwanden, meine Alpträume waren weg und ich erfuhr Befreiung von Zwängen wie Pornosucht. 

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